Vom Stellvertreter zum eigenständigen Wesen

Im ersten Buch Mose erschuf Gott zunächst die Vögel, Fische und Tiere und erst danach den Menschen. Der Schöpfungsmythos begründet damit eine klare Hierarchie unter den Lebewesen: Die Tiere sind dem Menschen untertan, denn es handelt sich bei ihnen um eine simplere Form des Lebens. Doch die moderne Kunst versucht sich an einem Perspektivwechsel: Künstler*innen gestehen Tieren ihren eigenen Raum zu, vom Stellvertreter menschlicher Eigenschaften hin zum Individuum, der tradierte Rollentausch zwischen Mensch und Tier wird kritisch hinterfragt.