Alex Colville

*1920 in Toronto, Kanada

Alex Colville, The River Spree, 1971, Acryl-Polymer-Emulsion, Spanplatte, 60 x 104 cm, Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung © Alex Colville

Die Arbeiten des kanadischen Künstlers Alex Colville (1920–2013) bestechen durch ihre aufgeräumte Nüchternheit. Der Maler, ein wichtiger Vertreter des magischen Realismus, spielt mit ungewöhnlichen Perspektiven: Auf dem Gemälde The River Spree läuft der dargestellte Foxterrier direkt auf den Betrachtenden zu. Die Frau am anderen Ende der Leine wird stark angeschnitten, sodass ihr Kopf nicht zu sehen ist. Der Mensch bleibt anonym, das domestizierte Tier und die Spree sind die Hauptprotagonisten des Geschehens. Auf vielen Gemälden Colvilles sind Tiere präsent und bilden unverzichtbare Bezugspunkte für den Künstler, der einmal in einem Interview betonte: „(…) mir erscheint die Anwesenheit von Tieren absolut notwendig. Ich habe das Gefühl, dass ohne Tiere alles unvollkommen ist.“